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DORNIER Composite Systems mit ganzheitlichen Ansätzen für Thermoplast-Composites und dreidimensionale Preforms

29.06.2020

Ein moderner Composite-Leichtbau orientiert sich nicht nur am Werkstoff. Vielmehr geht es um das optimale Zusammenspiel aus Material, Prozess und Anwendung. Die Lindauer DORNIER zeigt mit ihren Produktionssystemen PROTOS® und TRITOS® nun erstmals ganzheitliche Lösungen zur wirtschaftlichen Herstellung hochwertiger und maßgeschneideter Faserverbundstrukturen.

PROTOS Line: Mit Granulat und Faser zum Thermoplast-Halbzeug

Ob Fahrzeug, Flugzeug, Windrad oder Roboter – Faserverbundwerkstoffe sorgen in Bereichen wie Mobilität, Energie und Maschinenbau für mehr Leichtigkeit, Wirtschaftlichkeit und Nachhaltigkeit. Dabei spielen thermoplastische Faserverbundwerkstoffe auf Basis unidirektionaler Endlosfaserverstärkungen (UD-Tapes) eine wichtige Rolle. Sie zeichnen sich insbesondere durch kurze Zykluszeiten, gute Rezyklierbarkeit und einfache Verarbeitung aus. Um eine Lösung für die geringe Verfügbarkeit geeigneter UD-Tapes und Prepreg-Halbzeuge zu bieten, hat der Maschinen- und Anlagenbauer Lindauer DORNIER nun die Produktionslinie PROTOS (Polymer and Roving to Sheet) entwickelt. „Mit der integralen Anlagenlösung lassen sich einfach weiterzuverarbeitende Hochleistungshalbzeuge aus thermoplastischer Matrix und Verstärkungsfasern maßgeschneidert herstellen“, sagt Dr. Josef Klingele, Leitung Produktlinie Composite Systems. Dazu werden auf der Tape-Produktionslinie PROTOS TP zunächst wahlweise trockene oder vollimprägnierte Tapes hergestellt und anschließend mit der Tape-Webmaschine PROTOS TW zu hochleistungsfähigen Thermoplast-Halbzeugen weiterverarbeitet. Das innovative Produktionssystem steht im hauseigenen Technologiezentrum für Kundenversuche und Bemusterungen zur Verfügung.
 

P2 Mono Greiferwebmaschine: Maschinenplattform für Spezialprodukte

Vom Rovinggewebe aus Heavy Tow bis zum Tapegewebe aus Thermoplast Tapes: Wo bisher viele Sonderlösungen genutzt wurden, bringt DORNIER mit der P2 Mono eine hochflexible Maschinenplattform auf den Markt. Die neue Einarm-Greiferwebmaschine ist in verschiedenen Ausprägungen erhältlich, so dass die Kunden zahlreiche Spezialprodukte auf einer Plattform produzieren können. „In Kombination mit dem DORNIER Zero Twist Feeder können sogar zwei Schussfarben bei hoher Drehzahl und mit hoher Musterungsvielfalt eingetragen werden“, ergänzt Dr. Josef Klingele.
 

P2 Roving-Greiferwebmaschine: Der neue Standard

Das Know-how maßgeschneiderter Lösungen für die Composite-Industrie hat sich DORNIER im Laufe der über 50 Jahre angeeignet, in denen Roving-Webmaschinen des Unternehmens den internationalen Industriestandard bei der Herstellung von Hochleistungsgeweben aus Carbon-, Glas und Aramidfasern stellten. In Paris wird nun ihre Nachfolgerin vorgestellt: Die P2 Roving. Dank ihrer höheren Gestellsteifigkeit, der verbesserten Eintragsleistung, dem wartungsfreien, patentierten Antriebskonzept DORNIER SynchroDrive® und einer optimierten positiven Mittenübergabe gilt sie schon jetzt als flexibelste Greiferwebmaschine der Welt. Laut Produktmanager Michael Langer lassen sich mit ihren verbesserten Fachgeometrien absolut symmetrische Kettfadenverläufe sicherstellen, wodurch Carbongewebe für High-End-Anwendungen nun noch besser und zuverlässiger produziert werden können. Innovative Abfallspareinrichtungen reduzieren außerdem den Schussabfall und erlauben eine effiziente Produktion mit hoher Materialausnutzung.


TRITOS Line: Komplexe Faserstrukturen einfach herstellen

3D-Gewebe sind aufgrund ihrer guten Schadenstoleranz und hohen dynamischen Belastbarkeit schichtweise aufgebauten Faserverbundstrukturen bei Hochleistungsanwendungen überlegen. „Diese Materialüberlegenheit verknüpft das Produktionssystem DORNIER TRITOS (Textile Roving into Three-dimensionally Oriented Structure) mit einer hochproduktiven, industriellen Fertigung“, erläutert Klingele. Die Preform Produktionsanlage TRITOS PP schaffe mit Gewebedicken von bis zu 100 mm und der patentierten Abfallspareinrichtung DORNIER Weft Saver (DWS) die Grundlage für den Einsatz in Bereichen mit hohem Kostendruck.