DORNIER auf der DefenceTec AIRTEC 2026: Prozesssichere Maschinen und Anlagen zur skalierbaren Produktion von Geweben und Composite-Halbzeugen für die Luft- und Raumfahrt

19.10.2026 in Webmaschinen
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Vom 20. bis 22. Oktober präsentiert der Maschinen- und Anlagenbauer Lindauer DORNIER auf der AIRTEC in Augsburg (Stand M3300) aktuelle Entwicklungen seiner Webmaschinen und Anlagen für die wirtschaftliche Fertigung hochwertiger Verstärkungsgewebe, unidirektionaler Tapes und 3D-Preforms für hochbelastbare Faserverbundbauteile in der Luft- und Raumfahrt.

Auf der internationalen Luft- und Raumfahrtmesse AIRTEC kommen zentrale Akteure der Luftfahrt-Lieferkette aus aller Welt zusammen. Es geht um Branchenthemen wie neue Werkstoffe, Leichtbau, klimaneutrales Fliegen und die Zukunft der Luftmobilität – allesamt Themen, die auch neue Anforderungen an die Fertigungstechnik stellen. Hier setzt DORNIER mit seinem Auftritt auf der AIRTEC an: „Ob Verstärkungsgewebe, thermoplastische Tapes oder dreidimensionale Preforms – bei der Herstellung textiler Halbzeuge für die Luft- und Raumfahrt müssen Hochleistungsfasern prozesssicher und reproduzierbar verarbeitet werden“, sagt Yvonne Schuberth, Leiterin der Produktlinie Webmaschinen bei DORNIER. „Dafür entwickeln wir gemeinsam mit unseren Kunden maßgeschneiderte Anlagenlösungen vom ersten Materialversuch bis zur industriellen Serienfertigung.“ 

Präzise Verstärkungsgewebe für vielfältige Luftfahrtanwendungen 
Welche Rolle textile Strukturen in der modernen Luft- und Raumfahrt spielen, zeigt DORNIER auf der AIRTEC am Beispiel seiner Greiferwebtechnologie. Die für technische Textilien ausgelegten Varianten der Greiferwebmaschine P2 verarbeiten anspruchsvolle Glas-, Carbon- und Aramidfasern präzise und prozesssicher. Auf ihnen entstehen neben ballistischen Schutzgeweben und Fallschirmgeweben auch Verstärkungs- und Strukturgewebe für Flugzeuge. „In der Luft- und Raumfahrtindustrie sind Präzision, Prozessstabilität und gleichbleibende Qualität unerlässlich“, sagt Schuberth. „Unsere Webtechnologie ist optimal auf diese hohen Anforderungen ausgelegt.“  

DORNIER blickt bei der Verarbeitung von Hochleistungsfasern auf eine lange Innovationstradition zurück: Mit der Einführung seiner Greiferwebmaschinentechnologie im Jahr 1967 schuf das Unternehmen eine wichtige technologische Grundlage für die materialschonende Verarbeitung empfindlicher Glas- und Carbonfasern und deren Einsatz in Leichtbauteilen in der Luft- und Raumfahrt. Bereits in den 1970er-Jahren wurden auf Greiferwebmaschinen von DORNIER Gewebe für Leitwerksteile von Flugzeugen, Raketenbauteile und Komponenten für Jets gefertigt. 

Skalierbare Fertigung von Composite-Halbzeugen für die Luftfahrt 
Über klassische Verstärkungsgewebe hinaus informiert DORNIER auf der AIRTEC über aktuelle Entwicklungen seiner Fertigungstechnologien für Composite-Halbzeuge aus dem Geschäftsbereich Composite Systems® (CS). In diesem Bereich bündelt das Familienunternehmen seine jahrzehntelange Erfahrung im Bau von Webmaschinen und Folienreckanlagen. DORNIER entwickelt und baut dort Anlagen für die skalierbare und robuste Serienfertigung maßgeschneiderter Faserverbund-Halbzeuge, darunter unidirektionale Tapes (UD-Tapes) und komplexe 3D-Gewebe, die auch in der Luftfahrt zum Einsatz kommen. Dazu gehört mit TRITOS® FLEX eine aktuelle Weiterentwicklung der 3D-Webmaschine TRITOS®.  

„Mit TRITOS® FLEX reagieren wir auf die wachsende Nachfrage nach komplexen 3D-Geweben mit hoher Schadenstoleranz und gutem Impactverhalten“, sagt Josef Klingele, Leiter der Produktlinie CS. „Das ermöglicht Unternehmen den einfachen und kosteneffizienten Einstieg in die Produktion komplexer 3D-Gewebe und endkonturnaher 3D-Preforms.“ Während die TRITOS®3D-Webmaschine 3D-Gewebe mit einer Dicke bis zu 100 Millimetern fertigt, ist TRITOS® FLEX für kleine und mittlere Serien mit Gewebedicken bis zu 50 Millimetern ausgelegt.  

Um Herstellern die anwendungsnahe Entwicklung von Faserverbund-Bauteilen bis zur Serienreife zu erleichtern, hat DORNIER sein Technikum am Standort Esseratsweiler zuletzt weiter ausgebaut. „Kunden können dort unterschiedliche Verstärkungsstrukturen unter seriennahen Bedingungen herstellen und vor der Anlagenauslegung validieren“, so Klingele. Dafür stehen neben der TRITOS® 3D-Webmaschine auch eine PROTOS TP Tape-Produktionsanlage, eine PROTOS TW Tape-Webmaschine und eine P2-Roving-Webmaschine für Versuche bereit.