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„Wir schätzen die Flexibilität“


Weberei Hohmann kauft 343. Greiferwebmaschine von
DORNIER – darunter Werksnummer „55.000“

Ende September lieferte die Lindauer DORNIER ein halbes Dutzend Greiferwebmaschinen an die Weberei Hohmann. Das oberfränkische Unternehmen erwarb damit bereits seine 343. Webmaschine von DORNIER. Für den Technologieführer vom Bodensee war es eine besondere Lieferung: Mit ihr hat die Greiferwebmaschine mit der Werksnummer „55.000“ die Produktionshalle verlassen.

Frankreich, Italien, USA, Brasilien oder China – Webmaschinen von DORNIER gehen zu 90 Prozent an Webereien rund um den Globus. Dass die Ordermengen aus Deutschland vergleichsweise gering sind, hängt vor allem mit dem Strukturwandel in der hiesigen Textilindustrie zusammen: Die Produktion von Bekleidung und Stoffen wanderte im Zuge der Globalisierung im großen Stil gen Asien ab. Textile Traditionshochburgen wie jene rund um das oberfränkische Hof traf es besonders hart. Doch einige Unternehmen der Region haben sich gegen den Trend behauptet, fertigen bis heute vor Ort rentabel. Zu ihnen gehört mit der Weberei Hohmann aus Helmbrechts eine der größten Webereien Westeuropas.
 

Standorttreu seit über 100 Jahren

„Wir liefern einen Großteil unserer Produktion in die weite Welt; unser Exportanteil liegt inzwischen bei rund 50 Prozent“, sagt Hohmann-Geschäftsführer Martin Buchta, der das 1907 gegründete Familienunternehmen in vierter Generation führt. Auf den Webmaschinen der Traditionsweberei entstehen unter anderem Gardinen, Deko- und Möbelstoffe. Dass alle 343 von DORNIER stammen, ist für Buchta selbstverständlich: „Es sind die langlebigsten und bei der Verarbeitung verschiedenster Fasermaterialien und -arten flexibelsten Greiferwebmaschinen der Welt“, so der Firmenchef, der Ende September im Beisein des Helmbrechter Bürgermeisters Stefan Pöhlmann gleich sechs neue Greifer-Exemplare in Empfang nahm. „Ich freue mich über diese Investition Hohmanns in die Zukunft seines innovativen Unternehmens, dessen Standorttreue und damit auch Arbeitsplatzabsicherung große Achtung verdient“, sagte Pöhlmann.
 

Von Familienunternehmen zu Familienunternehmen

Auch für Wolfgang Schöffl war es ein besonderer Tag: „Wir übergeben nicht nur sechs neue Maschinen an einen Kunden, mit dem wir seit Jahrzehnten sehr gut zusammenarbeiten, sondern liefern damit auch unsere Werksnummer ‚55 000‘ aus – das ist Anlass zu doppelter Freude“, sagte der Spartenleiter Webmaschine bei DORNIER. Laut Schöffl sei die Wertschätzung langjähriger Kundenbeziehungen nicht das Einzige, was die beiden Familienunternehmen eint: Ein verbindendes Element sei auch das Verweben von Erfahrung und traditionellem Handwerk mit Fortschritt und innovativen Ansätzen, um stets neueste Fertigungslösungen zu entwickeln. Buchta ergänzte, dass bei Hohmann wie bei DORNIER die Bedürfnisse, Wünsche und das Feedback des Kunden in die Entwicklung neuer Maschinen einfließen. Das Ergebnis: Stetig verbesserte Systemlösungen
auf der technologischen Höhe der Zeit, optimal angepasst an die Anforderungen des Marktes. Zwar habe man, so Buchta, bei Hohmann früher auch auf Webmaschinen anderer Hersteller produziert, doch „die Zeiten sind vorbei“.