Scroll to top

Klasse statt Masse: China setzt zur Herstellung technischer Gewebe zunehmend auf Webmaschinen mit Qualitätsplus von DORNIER

06.09.2018

Hightech-Boom in China: Um die hohen Qualitätsansprüche an technische Gewebe für Flugzeugteile, Filter, Auto- und Sicherheitstextilien zu erfüllen, setzen chinesische Textilunternehmen auf Webmaschinen von DORNIER. Auf der internationalen Textilmaschinenmesse ITMA Asia in Shanghai (15.-19.10.) präsentiert der Technologieführer aus Deutschland fortschrittlichste Webtechnik zur Herstellung von Hochleistungsgeweben.

Kühne Investitionsziele, steigende Löhne, enorme Mittel für Forschung und Entwicklung (allein im Jahr 2017 umgerechnet etwa 226 Milliarden Euro) und ein wachsendes Qualitätsbewusstsein: Chinas Wandlung von der verlängerten Werkbank des Westens zum Hightech-Industrieland setzt sich unvermindert fort. Ein Trend, der auch die chinesische Textilindustrie kennzeichnet, wie man bei der Lindauer DORNIER GmbH (LiDO) aufmerksam registriert: „China war schon immer ein wichtiger Markt für uns, aber seit dort die Ansprüche auch an Textilien steigen, ist es unser größter Absatzmarkt“, sagt Wolfgang Schöffl, Leitung Sparte Webmaschinen bei DORNIER.

Auf LiDO-Webmaschinen entstehen in China aus Kaschmirwolle, Seide und Carbonfasern feine Schals, elegante Damenoberbekleidung und filigrane Flugzeugteile. Letztere entfallen auf den weltweit wachsenden Markt der technischen Textilien, für den im Reich der Mitte unter anderem Beschichtungen, Airbags, Reifencord und Filter auf Webmaschinen von DORNIER gewebt werden. Und der Bedarf an solchen Hochleistungsgeweben allein für den chinesischen Eigenbedarf ist gewaltig.


Fehlerfreie Verarbeitung von Hochleistungsfasern

Beispiel Filtration: Dass in der chinesischen Stadt Xi'an der mit 100 Metern höchste Anti-Smog-Turm der Welt die Luft reinigt, zeigt: Die Reinhaltung von Luft und Wasser ist in China ein Riesenthema. Auch aus diesem Grund präsentiert DORNIER in Shanghai – erstmals im asiatischen Raum – seine neue Greiferwebmaschine P2 in ihrer stärksten Ausführung (Kürzel: TGP). Auf ihr lassen sich mit einer Blattanschlagskraft von bis zu fünf Tonnen auch breite, nahtlose Luft- und Wasserfiltergewebe mit hoher Dichte fertigen. „Speziell bei der Nassfiltration wirken extreme Kräfte auf das Textil; Nähte bilden Schwachstellen, die man gerne vermeidet“, sagt Schöffl.

Der chinesische Bedarf an Hochleistungsgeweben für den Eigengebrauch und den Export korreliert nicht grundlos mit den steigenden Absatzzahlen der Webmaschinen vom Bodensee: Seit über 60 Jahren gelten Webmaschinen aus dem Hause DORNIER als Standard bei der fehlerfreien Verarbeitung von Hochleistungsfasern wie Carbon, Glasfaser und Aramid. „Je mehr hochwertige Gewebe in China gefertigt werden, desto mehr Webmaschinen können wir dorthin liefern“, sagt Schöffl. Dabei, so der Spartenleiter weiter, schätzten die chinesischen Kunden neben der Technikqualität auch die Aftersales- und Trainings-Dienstleistungen sowie die gute Erreichbarkeit und schnellen Reaktionszeiten der LiDO.


Webmaschinen-Showroom „Made in Germany“

Neben der Greiferwebmaschine P2 TGP für Filtergewebe werden von DORNIER auf der Messe auch eine Luftwebmaschine zur Herstellung von Autopolster und eine Airbag-Webmaschine (am Stand des belgischen Maschinenbauers Van de Wiele) zu sehen sein. Dass die Webmaschinenqualität „Made in Germany“ in China gut ankommt, zeigt auch ein aktuelles Projekt im chinesischen Urumtschi. Dort lässt ein Unternehmer einen Showroom mit einem guten Dutzend Webmaschinen einrichten, um zu zeigen, wie aus textilen Rohstoffen Gewebe für verschiedenste Anwendungsfälle entstehen. Die Gewebequalität soll dabei offenbar nicht dem Zufall überlassen werden: Alle Webmaschinen im Showroom stammen von DORNIER aus Lindau.