Scroll to top

Nachhaltig weben: Maschinenbauer DORNIER präsentiert auf Techtextil neueste Lösungen rund um Nachhaltigkeits-Motto „The Green Machine“

09.04.2019

Beim Thema Nachhaltigkeit heißt es oft: Unternehmen müssen vorangehen. Ein Leitgedanke, dem der Maschinenbauer DORNIER seit über 65 Jahren stringent folgt. Auf der kommenden Techtextil (14.-17. Mai in Frankfurt am Main) zeigt das Familienunternehmen umfassende Lösungen zu nachhaltigen Technologien für die Herstellung von Bekleidung, Heimtextilien und technischen Geweben.

„Unsere Maschinen sind nicht nur äußerlich grün“, betont der Leiter der Produktlinie Webmaschinen bei DORNIER, Wolfgang Schöffl. Er meint die charakteristische Farbe der Maschinen vom Bodensee, die zugleich die optische Entsprechung für die Nachhaltigkeitsphilosophie des Unternehmens bildet: „The Green Machine“. DORNIER folgt damit einem ganzheitlichen, nachhaltigen Technologieansatz von der Maschine über das Gewebe bis hin zum fertigen Produkt.

Beispiel Filtration: Auf den „Green Machines“ entstehen feinste Präzisionsgewebe für den Umweltschutz, die überall auf der Welt als Filter ihren Beitrag leisten, Luft, Wasser und Abgase zu reinigen oder sauber zu halten. „Wir entwickeln unsere Technik ständig weiter, damit unsere Kunden noch dichtere Gewebe herstellen können“, sagt Schöffl. So konnte die Filterqualität in den letzten Jahren stetig optimiert werden: Mit der neuesten Maschinengeneration P2 lassen sich mit einer Blattanschlagskraft von bis zu 50 kN und der insbesondere für technische Gewebe optimierten Fachgeometrie breite Luft- und Wasserfiltergewebe mit hoher Dichte herstellen.

 

Mit Leichtigkeit Treibstoff sparen
Auch bei der Treibstoffreduktion weben die Maschinen von DORNIER mit: So konnten deutsche Fluggesellschaften von 1990 bis 2017 den Verbrauch pro Passagier auf 100 Kilometer um fast die Hälfte verringern. Eine wichtige Rolle dabei spielt der Lieblingswerkstoff all jener Ingenieure, die leicht und trotzdem stabil bauen wollen: Kohlenstofffaserverstärkter Kunststoff (CFK). Airbus und Boeing begannen Anfang der 1970er-Jahre, erste CFK-Komponenten zu erproben und zu verbauen. Moderne Flugzeugtypen wie der A350 XWB und der Dreamliner heben mit einem CFK-Anteil von über 50 Prozent ab.

Was kaum jemand außerhalb der Insiderkreise weiß: Webmaschinen von DORNIER stellen seit über 50 Jahren den Standard bei der Verarbeitung von Hochleistungsfasern wie Carbon, Glas und Aramid. Und weil aufgrund immer schärferer Umweltauflagen jedes Gramm Flugzeug auf die Waagschale kommt, entstehen auf modernen 3D-Webmaschinen von DORNIER inzwischen sogar leichte und hochfeste Primärstrukturen wie Turbinenschaufeln. Neben der Luft- und Raumfahrt nimmt der Einsatz der Faserverbundkunststoffe aber auch im Bauwesen (Stichwort: Carbon statt Stahl) und im Automobilbau weiter zu. Apropos Auto: Zwei von drei Airbag-Kissen und drei Viertel aller Autoreifen aus Verstärkungstextilien stammen von Webmaschinen von DORNIER.

 

Weiterentwicklung stets unter Nachhaltigkeitsaspekten
Doch „The Green Machine“ beschränkt sich nicht nur auf die „grüne Wirkung“ der Gewebe. So sind die Anlagen „Made in Germany“ mit einer durchschnittlichen Nutzungsdauer von mehreren Jahrzehnten extrem langlebig – und damit das Gegenteil von Wegwerfprodukten. Dahinter steckt jahrzehntelange Erfahrung mit der Konzeption und Fertigung von (Stangen-)Greiferwebmaschinen und Know-how aus über 25 Jahren Luftwebmaschinen-Entwicklung. „Unser Ziel ist es, mit Innovationen den technischen Fortschritt von der Spitze weg stetig voranzutreiben und durch neue Maschinenkonzepte nachhaltige Impulse zu geben“, sagt Schöffl. Egal, ob Luft- oder Greiferwebmaschine: Die Weiterentwicklung der Maschinen, so Schöffl weiter, finde stets unter Nachhaltigkeitsaspekten statt.

So machen die Plattformstrategie, das Baukastenkonzept und der weltweite Support selbst 30 Jahre alte „Green Machines“ zu verlässlichen und (energie)effizienten Begleitern für den modernen Weber, der ergänzend zu Heim- und Bekleidungstextilien immer stärker auch den wachsenden Markt der Technischen Textilien adressiert. Dass diese Philosophie der Nachhaltigkeit bei DORNIER keine Modeerscheinung ist, sondern Basis einer langfristigen Unternehmensstrategie, zeigt folgender Satz: „Wir streben danach, unsere Produkte so sicher und umweltverträglich wie möglich zu gestalten und herzustellen.“ Ein Auszug aus einer aktuellen Imagebroschüre? Nein. Das Zitat ist einer der sieben Unternehmensgrundsätze, die schon Firmengründer Peter Dornier formuliert hat – vor fast 35 Jahren.