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Nachhaltig recken: PET-Folie von DORNIER-Anlagen verbessert Energie- und Ökobilanz

29.09.2019

Lebensmittelverpackungen, Medikamentenblister und Solarpanele: Weltweit werden Folien sinnvoll genutzt. Doch sie stehen als Quelle umweltbedrohenden Plastikmülls auch zunehmend in der Kritik. Wie sich die Energie- und Ökobilanz von Folie durch innovative Anlagentechnik deutlich verbessern lässt, zeigt die Lindauer DORNIER GmbH vom 16. bis 23. Oktober auf der Messe K in Düsseldorf. Der Maschinenbauer präsentiert dort neue Ansätze für eine energieeffiziente und nachhaltige Folienherstellung.

Wird die Umweltwirkung von PET-Folie diskutiert, rückt zumeist deren Wiederverwertbarkeit und die Höhe der Recyclingquoten in den Fokus. Doch es gibt weitere wichtige Faktoren mit Einfluss auf die Ökobilanz des Materials – zum Beispiel dessen Dicke in Kombination mit den Barriereeigenschaften. Denn je geringer die Folienstärke und die damit einhergehende Gewichtseinsparung ist, desto wirtschaftlicher und mit geringerer Belastung für Umwelt und Infrastruktur lässt sie sich einsetzen. Ein Prinzip, das die Ingenieure von DORNIER optimal ausgereizt haben: „PET-Folie von DORNIER-Anlagen ist die Folie mit dem geringsten Flächengewicht auf dem Markt“, sagt Bernhard Wandinger, Leitung der Produktlinie Sondermaschinen des innovativen Familienunternehmens vom Bodensee.


Effizienz durch vollständiges Inline-Rezyklieren

Wie sich durch cleveres Recyceln Produktionswertstoffe wiederverarbeiten lassen, wird in Düsseldorf ebenfalls demonstriert. „Folienreckanlagen von DORNIER rezyklieren Produktionsabfälle vollständig inline“, sagt Wandinger. Zum Beispiel werde der abgetrennte Folienrand wieder der Extrusion zugeführt; der Beschnitt könne so im Dauerbetrieb ohne Regranulation wiederverwendet werden. Weil das zurückgeführte Material ohne Zwischenregranulation zudem nicht erneut aufgeschmolzen werden müsse, bleibe die Viskosität des Materials auf einem hohen Niveau. Laut Wandinger soll der Energieaufwand zur Abfallaufbereitung und -rückführung künftig noch weiter minimiert werden. Neue Maßstäbe in puncto Effizienz setzt auch das neu entwickelte DORNIER Diamond Flake Silo, das in Kombination mit einer Folienreckanlage oder als Teil eines Folienrecyclingsystems die ideale Lösung für jede Flake-Lagerung bietet. „Die nach neuen Prinzipien und Kriterien entwickelte Technologie hilft, die Brückenbildung zu vermeiden und gewährleistet einen optimalen Flake-Austrag“, erläutert Wandinger.


Verbesserte Luftführung steigert Energieeffizienz

Auch eine verbesserte patentierte Luftführung der Querrecke (TDO) mit neuem Penthouse-Design wird auf der K präsentiert. Damit lässt sich bei der Folienherstellung der Verbrauch an Wärmeenergie um bis zu 35 Prozent verringern. Weil die langlebigen TDO-Ketten mit dem patentierten Kluppensystem im Laufe ihres Produktlebens vielfach überholt werden können, sind Produktionsanlagen von DORNIER über Jahrzehnte effizient einsetzbar. So lassen sich auch bis zu 50 Jahre alte Anlagen durch Umbauten an neue Anforderungen bei Produktivität, Wirtschaftlichkeit und Umweltschutz anpassen. „Nachhaltigkeit ist bei DORNIER eine langfristige Unternehmensstrategie“, betont Produktlinienleitung Wandinger. Upgrades der Steuerung und Antriebstechnik sicherten den Maschinen und Anlagen „Made in Germany“ zudem eine sehr hohe Lebensdauer sowie Energieeffizienz und verringerten außerdem deren CO2-Bilanz.

Selbst die Anlagenbreite hat eine zentrale Bedeutung für energiesparendes und nachhaltiges Recken: Die weltweit breiteste PET-Folienreckanlage der Lindauer DORNIER übertrifft nicht nur die hauseigene Rekordbreite; mit ihren 10,6 Metern glänzt die Anlage mit Produktionsgeschwindigkeiten bis zu 550 Metern Folie pro Minute und einer Herstellungsmenge bis zu sieben Tonnen pro Stunde. Der spezifische Energieverbrauch wird dadurch deutlich reduziert. Die Inbetriebnahme der ersten PET-Anlage in dieser Breite fand bereits Mitte dieses Jahres in Südasien statt. Laut Wandinger werden in den nächsten Monaten weitere Anlagen dieser Breite in Betrieb genommen.

Dass Innovationen von DORNIER auch beträchtlichen Einfluss auf den Erfolg der Energiewende haben, beweist das bewährte MD-Relax System für die Querrecke, das auf einer teilungsveränderlichen Kluppe basiert. Mit ihm lässt sich der Folienschrumpf, speziell der MD-Schrumpf optimal einstellen. Folie von DORNIER-Anlagen eignet sich damit perfekt für Anwendungen mit hoher Wärmeeinwirkung, zum Beispiel als Batterie-Separator-Folie in Elektroautos oder als Folie in Photovoltaikelementen. Der Grund: Die sehr gute Dimensionsstabilität der Folie selbst bei hohen Prozesstemperaturen in Längs- und Querrichtung macht eine aufwendige Offline-Nachbehandlung überflüssig.

Systempartner für Bauteil-, Faser- und Polymerhersteller

Die Produktlinie Composite Systems präsentiert in Düsseldorf ebenfalls neue Entwicklungen rund um Roving- und 3D-Webmaschinen sowie Tape-Produktionsanlagen und Tape-Webmaschinen. DORNIER unterstützt damit als Systempartner Bauteil-, Faser- und Polymerhersteller bei der Fertigung textiler Halbzeuge aus Glas, Carbon, Aramid und Basalt.

24/7-Onlineshop für Originalteile: Neues Kundenportal myDoX®

Das neue Kundenportal myDoX® wird auf der K ebenfalls eine Rolle spielen. Das auf modernster Datenbanktechnologie (powered by SAP HANA) basierende Portal ergänzt den bekannten persönlichen Fach-, Montage- und Wartungsservice von DORNIER um eine digitale Bestellabwicklung. Sämtliche Produktlinien erhalten damit einen 24/7 verfügbaren Onlineshop
für Originalteile (DoXPOS – Parts Order System).