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Anwendungsspezifische Anlagen für die Halbzeugfertigung

27.02.2019

Tapes, Tape-Gewebe und 3D-Textilstrukturen: DORNIER zeigt auf der JEC World (12.-14. März in Paris) Maschinen- und Anlagenlösungen der Sparte Composite Systems zur effizienten Herstellung modernster Faserverbundhalbzeuge.

„Auf der JEC zeigen wir die ganze Bandbreite unserer Maschinen- und Anlagenlösungen für die Composite-Industrie“, sagt Dr. Josef Klingele, Leitung Composite Systems bei DORNIER. Ob Tapes, Tape-Gewebe oder komplexe 3D-Gewebe – in den Maschinen und Anlagen der 2014 neu gegründeten Produktlinie Composite Systems vereint der Maschinenbauer sein einzigartiges Know-how der weltweit etablierten Unternehmensbereiche Webmaschinen und Sondermaschinen.

Insbesondere mit der hochflexiblen P1 Roving-Webmaschine zur Verarbeitung von Hochleistungswerkstoffen wie Carbon-, Glas- und Aramidfasern ist das Familienunternehmen vom Bodensee seit über 40 Jahren weltweit Ansprechpartner Nummer eins für technische Weber. Mit den im Bereich Composite Systems gebündelten Kernkompetenzen der Textil- und Kunststoffverarbeitung etabliert sich DORNIER nun zunehmend auch als zuverlässiger Systempartner für die wachsende Zulieferindustrie von Faserverbundbauteilen.

Komplexe 3D-Gewebe und Mehrlagenstrukturen

Sehr hohe dynamische Lasten, große Impact-Beständigkeit und hervorragende Schadenstoleranz – oft werden Anforderungen an moderne Composite-Bauteile gestellt, die sich mit schichtweise aufgebauten Textilverstärkungen nicht erfüllen lassen. Die Lösung: mehrlagige, integral verstärkte 3D-Gewebe. Diese lassen sich mit 3D-Webmaschinen von DORNIER wirtschaftlich herstellen. Durch ein innovatives System zur Gewebeführung können Gewebedicken bis zu 100 Millimeter hergestellt werden. Dazu wird die textile Bindung zunächst in einer virtuellen Umgebung entwickelt und anschließend digital auf die Webmaschinensteuerung übertragen.

Neueste Maschinengeneration für Verstärkungsgewebe
„Die Fertigungstechnologien werden ständig weiterentwickelt und optimiert“, sagt Klingele. Inzwischen lassen sich auf der kontinuierlich arbeitenden Tape-Produktionsanlage von DORNIER bei Produktionsgeschwindigkeiten bis zu 30 Meter pro Minute trockene und vollimprägnierte Tapes in einer Breite bis 600 Millimeter fertigen. Anschließend werden die fertigen Tapes auf der Tape-Webmaschine zu idealen Textilien für Strukturverstärkungen und Designanwendungen weiterverarbeitet. „Die neueste Maschinengeneration ist für Gewebebreiten bis 285 Zentimeter erhältlich“, sagt Klingele. Das bedeute speziell für Anwendungen im Bereich der thermoplastischen Faserverbundwerkstoffe einen deutlichen Anstieg der Produktivität bei reduziertem Verschnitt.

Hochwertige Composites dank maßgeschneiderter Anlagen
Die Herausforderungen der Composite-Industrie sind enorm vielfältig; keine Maschine zur Halbzeugproduktion gleicht der anderen. Um den spezifischen Kundenanforderungen bestmöglich gerecht zu werden, entwickelt und testet DORNIER mit Kunden im hauseigenen Technikum komplexe Maschinen- und Anlagenkonzepte für die optimale Halbzeugfertigung. So lassen sich in einer Tape-Laboranlage die Herstellung thermoplastisch vollimprägnierter Tapes und auf einer Tape-Webmaschine die Produktion Tape-basierter Gewebe testen. Auch eine 3D-Webmaschine für komplexe Mehrlagengewebe und eine Hochleistungswebmaschine für Flachgewebe stehen für Tests zur Verfügung. „Hochwertige textile Verstärkungen für Autos, Flugzeuge und den Maschinenbau lassen sich eben nicht mit Standard-Maschinen herstellen“, sagt Klingele.